Realschule in Bayern

Bestenförderung an der Realschule
Teil der Initiative Realschule 21
Der Schulversuch zur individuellen Förderung besonders leistungsfähiger Realschülerinnen und Realschüler positioniert sich im Rahmen der Initiative Realschule 21 des Bayerischen Kultusministeriums.
Zielsetzung
Die weiterentwickelte Variante der Talentklasse hat dabei nicht den zeitlichen Gewinn im Fokus, sondern soll für die besonders begabten Schüler ein breiteres Bildungsangebot bieten, durch das sie in besonderem Maße gefördert und gefordert werden können.
Maßnahmen
In diesen Talentklassen können die Schüler von der 7. bis zur 10. Jahrgangsstufe einen Zusatzkurs belegen und am Ende ein zusätzliches Abschlussprüfungsfach absolvieren.
- Im Bereich der Fremdsprachen können sich die Schüler zusätzliche sprachliche Qualifikationen erwerben, die hervorragende Voraussetzungen für die FOS 13, aber auch für die Einführungsklasse am Gymnasium bzw. den Übertritt an das Gymnasium oder für die berufliche Ausbildung bieten. Die Schüler können hierbei je nach Angebot der Schule die Fächer Französisch, Spanisch oder Tschechisch wählen.
- Aber auch im naturwissenschaftlichen, wirtschaftlichen oder künstlerischen Bereich (Mathematik I, Physik, BwR, Werken) ist das Zusatzfach in der Abschlussprüfung ein wesentlicher Vorteil sowohl in der beruflichen als auch in der schulischen Weiterbildung.
Konzept der wissenschaftlichen Begleitung
Das Konzept wird von Prof. Dr. Dr. Werner Wiater, Lehrstuhl für Schulpädagogik der Universität Augsburg, wissenschaftlich begleitet.
Die Innovationen werden an den ausgewählten Realschulen mit den Beteiligten zusammen (Schulleitung, Lehrkräfte, Schüler, Eltern) reflektiert und gesteuert.
Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt dabei die Rolle des Beobachters und kompetenten Gesprächspartners (Gutachtermodell).
Im Vordergrund stehen die Erfahrungen der Lehrkräfte, der Schüler und der Eltern mit den besonderen Maßnahmen zur Bestenförderung an der Realschule, die Zufriedenheit mit der Durchführung im Schulalltag, die festgestellten Stärken und Defizite der Maßnahmen sowie die Produkt- und Prozesserfolge im Laufe des Lehrens und Lernens.
Das Helfer- und Berater-Modell der wissenschaftlichen Begleitung führt dementsprechend eine formative Evaluation in den Schulen vor Ort durch. Dabei kommt es zu einer intensiven Selbstreflexion und Selbstevaluation aller Beteiligten. Notwendig werdende Weiterentwicklungen und Veränderungsprozesse im Modellversuchsverlauf werden von der wissenschaftlichen Begleitung im Sinne eines Qualitätsmanagements und Changemanagements durchgeführt.
Teilnehmende Schulen
- Staatl. RS Bad Aibling
- Staatl. RS Wasserburg
- Städt. RS Rosenheim
- Staatl. RS Pfarrkirchen
- Staatl. RS Vilsbiburg
- Staatl. RS Neunburg v. W.
- Staatl. RS Vohenstrauß
- Staatl. RS Waldsassen
- Staatl. RS Roth
- Staatl. RS Aschaffenburg für Mädchen
- Staatl. RS Bad Neustadt
- Staatl. RS Schweinfurt
- Städt. RS Schweinfurt
- Staatl. RS Ichenhausen
- Staatl. RS Kempten
- Städt. RS Kempten
